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Constantin halten 10.09.2001
ABN Amro
Die Analysten von ABN Amro bleiben trotz der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages mit der RTL-Gruppe bei ihrer Empfehlung, Aktien von Constantin Film (WKN 580080) nur zu halten.
Der unterzeichnete Vertrag nütze beiden Vertragspartnern. Ab 2002 werde Constantin in Deutschland und Österreich den Kinoverleih für alle Filme übernehmen, an denen RTL sämtliche Medienrechte gekauft habe. Dies seien typischerweise Filme von unabhängigen Produzenten, da die größeren Studios normalerweise ihre Rechte selbst in die Hand nähmen.
Für RTL verbessere diese Vereinbarung ihre Wettbewerbsposition gegenüber den unabhängigen Filmproduzenten. Bisher habe der größte strategische Nachteil gegenüber der Kirchgruppe darin gelegen, dass RTL keinen starken Filmverleih habe vorweisen können, was im Geschäft mit den Filmrechten der wichtigste Teil sei. Kirch, der an Constantin mit 22% beteiligt sei, habe bereits bisher Constantin unter Vertrag gehabt. Außerdem würden die TV-Kanäle von RTL und sein Videoarm, BMG Videos, von einem größeren Marktanteil und einem besseren Zugang zu bestimmten Inhalten profitieren, wenn RTL mehr Verträge zur Ausübung aller Rechte abschließen könne. Außerdem beinhalte die Vereinbarung, dass RTL für eine Reihe von Filmen, die Constantin produziere oder erwerbe, die Videorechte erhalten werde.
Für Constantin bedeute der Deal einen zusätzlichen Einkommensstrom zu einem geringen Risiko, da die Filme nur auf Kommissionsbasis übernommen würden. Nach Schätzung der Analysten werde Constantin ca. 20% der Einnahmen erhalten, wobei RTL für die Druck- und Werbekosten aufkommen müsse. Die zusätzlichen Einnahmen würden für 2002 auf 1 bis 2 Mio. Euro bei gleichzeitiger Erhöhung des Gewinns/Aktie um 3% bis 7% geschätzt. Da der Umfang der geschätzten Auswirkungen nicht größer sei, würden die Analysten ihre Schätzungen derzeit nicht verändern. Der Deal zeige aber auch, dass sich die Stellung von Constantin als hochgeschätzter Filmverleih gefestigt habe, und dass dieser trotz der kapitalmäßigen Verflechtung nicht von Kirch abhängig sei.
Trotz der positiven Nachrichten bleiben die Analysten von ABN Amro derzeit bei ihrer Empfehlung "halten", da sie über die diesjährigen Ergebnisse nach wie vor besorgt seien. Zwar würden die Ergebnisse des 3. Quartals durch den Erfolg des Streifens "Der Schuh des Manitu" besser ausfallen, dies werde aber durch die enttäuschenden Ergebnisse von "The Score" teilweise wieder aufgehoben. Jedenfalls werde es sehr schwierig sein, den Erfolg des Vorjahres zu wiederholen, als drei sehr erfolgreiche Filme in den Kinos liefen. Dabei plane Constantin, sein EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) im heurigen Jahr von 6,7 Mio. auf 9 Mio. Euro zu erhöhen.
Die ABN-Amro-Experten sehen in Constantin daher nur eine Halteposition.
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